Anarchismus nach Fidel und Pinochet | 27.08. | 18:00 @ Friedel 54

Mario ist kubanischer Historiker und Anarchist, Mitglied des
anarchistischen Kollektivs Taller Libertario Alfredo López (TLAL), des
Netzwerkes Observatorio Crítico und Mitbegründer der Anarchistischen
Föderation in Mittelamerika und der Karibik (FACC). Cristian ist
chilenischer Anthropologe und Mitglied der Gruppe “Acracia”, die Teil
der Lokalen Anarchistischen Förderation von Valdivia (FALV) ist.

Beide werden am 27. August 2016 in Berlin sein. Mario wird über die
Geschichte und Gegenwart des Anarchismus in Kuba sprechen und Cristian wird uns Einblicke in die Situation in Chile geben. Gemeinsam wollen sie außerdem über das Problem der Konzentration von anarchistischer Organisierung in den großen Städten – in ihren Fällen jeweils in den Hauptstädten, Havanna und Santiago de Chile – und das Verhältnis zu Kämpfen in den ländlichen Gebieten diskutieren.

Vortrag mit Übersetzung und anschließender Diskussion.

Eine Veranstaltung des Anarchistischen Radios Berlin in Kooperation mit der Anarchistischen Gruppe Neukölln.

Anti-Rep-Worms-Battle-Tresen | 12.08. | 21:00 @ Friedel 54

WormsBattle cmykWir sammeln Solikohle für zwei Freunde, die letztes Jahr von Bullen in der Zelle verprügelt und misshandelt wurden und nun dafür verklagt werden. Als Anreiz zum Spenden gibt es ein großes Worms-Battle-Turnier an der Kinoleinwand mit der Chance auf einen einzigartigen Worms-Pokal. Dazu kreieren wir leckere Special-Cocktails à la “Heilige Granate” und Wurm-Beilage.

Hintergrund:

Dass der Staat mit seinem Gewaltmonopol auf brutale & sadistische Art und Weise agiert, ist für viele von uns nichts Neues. Zwei Freunde & Genossen mussten dies im Herbst 2015 auf schmerzliche Weise erfahren. Was als netter Festivalbesuch begann, endete isoliert in der Gewahrsamszelle mit sadistischen Misshandlungen. Der Umstand, dass die beiden betrunken waren & zudem gegenüber den Bullen kein Blatt vor den Mund nahmen, sahen eben diese als Legitimation massive körperliche Gewalt anzuwenden. Einer der Genossen wurde von den Bullen schikaniert, gedemütigt und lediglich mit einer Unterhose bekleidet in der ungeheizten Zelle eingesperrt. Bereits auf dem Weg zum Gewahrsam wurde ihm eine Zahnecke ausgeschlagen & ein Ohrring raus gerissen. Der andere wurde an Händen und Füßen mit Handschellen fixiert und mehrfach ins Gesicht geschlagen. Die Folge waren blau geschlagene Augen und mehrere Prellungen an Kopf und Gesicht. Diese gewaltgeladene Schikane hielt bei beiden die Nacht über an, bis sie nach 7 Stunden entlassen wurden.

Diese Tatsache ist ekelhaft genug. Dennoch legen die Bullen hierbei ordentlich mit Repression nach. Den Genossen werden die Tatvorwürfe Beleidigung, Sachbeschädigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte & Körperverletzung vorgeworfen. Alles in allem stehen repressive Forderungen von mehreren Tausend Euro im Raum.

Dies ist in Polizeizellen bei weitem kein trauriger Einzelfall. Niemand weiß wie viele Menschen ähnliches erlebt haben & sich darüber ausschweigen. Ihnen gebührt grenzenlose Solidarität & in Gedanken sind wir bei unseren Soli-Veranstaltungen gleichermaßen bei ihnen.

Solidarität mit allen Opfern von Polizeigewalt und Willkür! Gegen die scheinheilige Ordnung dieses Staates durch sein Gewaltmonopol!

Küfa + 1. Episode der Doku Reihe “No Borders” | Di. 21.06. | 20 Uhr @ Friedel 54

SurNegro_Grafik1Wir laden euch ein am Dienstag den 21.06. um 20 Uhr in der Friedel 54
leckeres veganes Frikassee zu essen.

Im Anschluss zeigen wir die erste Episode der Doku-Reihe ‚No Borders: soziale Kämpfe rund um die Welt‘, die Erfahrungen sozialer Organisierung und antikapitalistischer Kämpfe in verschiedenen Regionen der Welt präsentiert. Ihr besonderer Fokus liegt auf antiautoritären Praktiken in sozialen Bewegungen.
Diese erste Staffel wurde im Jahr 2015 in 12 Städten der USA aufgenommen und umfasst 11 Folgen. Jede 30-minütige Folge enthält Interviews mit sozialen und politischen Organisationen, die ihre Praktiken erklären und dafür detaillierte Einblicke in den Kontext ihrer sozialen Kämpfe in ihrer Stadt geben. Zusätzlich umfasst jede Folge einen musikalischen Teil, in dem Musiker*innen präsentiert werden, die in die Kämpfe ihrer Stadt involviert sind.

Die erste Episode zeigt soziale Kämpfe in New York.

Hier gibt es den Trailer zur Reihe

Außerdem wird eine Person, die an der Reihe beteiligt ist, vor Ort sein und ihr könnt sie mit fragen zum Projekt löchern.

Die Doku ist auf Englisch und Spanisch mit englischen Untertiteln.
Für weiter Infos besucht den Blog des Anarchistischen Radio Berlin.

Info-Tresen | 10.06. 18 Uhr @Friedel54

Wir laden diesmal schon ab 18 Uhr ein zu einem Vortrag über die Organisation CAMINOS (https://caminosoaxaca.wordpress.com/) aus Mexiko.
Bei gutem Wetter findet der Vortrag auf der neuen Friedelterrasse statt, dazu gibt es leckere Erdbeerbowle.
CAMINOS, Centro de Acompañamiento a Migrantes A.C., ist eine zivile Organisation mit Sitz in Oaxaca, im Süden Mexikos, die seit 2014 zum Themenfeld Migration arbeitet. Die Organisation setzt sich für die Rechte von Migranten und Migrantinnen ein. Eines ihrer Themenfelder ist die Begleitung von Familienangehörigen von verschwundenen Migrant_Innen bei der Suche.
Während die Comisión Nacional de Derechos Humanos (CNDH) in Mexiko von mehr als 21000 Fällen von entführten und verschwundenen Migranten und Migrantinnen spricht, geht die Zivilgesellschaft von 70.000 bis 150.000 verschwundenen Migranten und Migrantinnen seit 2007 aus.
Eine Mitbegründerin der Organisation berichtet über die aktuelle Situation im Prozess der Suche von verschwundenen Migranten und Migrantinnen aus Oaxaca und über die Schwierigkeiten und Möglichkeiten ihrer Arbeit.

Freitag, 10.06. | 18 Uhr | Friedel54 (Friedelstraße 54, U Hermannplatz)